Der Schlosspark

Der Schlosspark umgibt Gartrop wie eine schützende Hülle – eine Hülle, die ganze sieben Hektar groß ist. Er wurde 1828 von Maximilian Friedrich Weyhe im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Weyhe war einer der bekanntesten Gartenarchitekten seiner Zeit: Wenn Sie den Stadtpark in Düsseldorf, Aachen oder in Brüssel besuchen, wandeln Sie noch heute auf seinen Spuren.

Der umsichtige Landschaftsgestalter bezog in seine Planungen auf Gartrop auch den alten Baumbestand, die Grabenverläufe und barocken Alleen mit dem historischen Jagdstern mit ein. Auf diese Art verlieh er dem Schlosspark einen ganz besonderen Charme – eine Kombination aus menschgemachten Strukturen und Natürlichkeit. Kein Wunder, dass die von Hüchtenbrucks diesen zauberhaften Ort als ihre letzte Ruhestätte auswählten! Das Mausoleum der Familie können Sie bei Ihrem Spaziergang übrigens ebenfalls besichtigen.

In den fünfzehn Jahren, in denen Gartrop sprichwörtlich in tiefem Dornröschenschlaf lag, war der Park ebenfalls völlig sich selbst überlassen: Auf den ursprünglich freien Flächen wuchsen ungehindert 1.500 wilde Bäume. Das Gras stand einen halben Meter hoch, Brombeerhecken, Rhododendronbüsche und Ziersträucher bildeten ein undurchdringbares Dickicht. Die Wege waren überwuchert und von gefallenen Bäumen versperrt, die Wassergräben, die den Park durchzogen, verschlammten.

Es war viel Arbeit und Umsicht nötig, um den Schlosspark wiederherzustellen und dabei auch seine wilde Romantik zu erhalten. Die meterhohen Kirschlorbeerhecken, die das Schloss einst wie eine Mauer von den angrenzenden Ländereien abschotteten, sind nun einer gezähmten Rotbuchenhecke gewichen. So haben Sie auf den rund zwei Kilometer langen Wegen durch den Park wieder freien Blick auf das Schloss und die raue Schönheit der Lippeauen.

Zwischen dem alten Baumbestand finden Sie jetzt Rasenflächen, auf denen man im Sommer die Sonne genießen oder ein Buch lesen kann. Das Holzhaus unter den Buchen wurde neu gestrichen und eingerichtet. An trockenen Tagen kann man hier grillen, im Winter sorgt der Kamin für ein gemütliches Beisammensein. Die Gräben wurden verlängert und in eine reizvolle Wasserlandschaft verwandelt. Der hintere von ihnen, der 150 m lange Zingel-Graben, ist übrigens ein ganz besonderer Anziehungspunkt: Hier haben nämlich im Laufe der Zeit unzählige Schlossbewohner und Gartroper Schwimmen gelernt.

Und auch Sie finden dort bei entsprechenden Temperaturen wohltuende Abkühlung. Der Schwimmgraben wurde im Zuge der Parkpflege ebenfalls neu angelegt und schmiegt sich nun in einer weiten Biegung an den Waldrand. Sogar der Sprungturm wurde wieder aufgebaut! Na, Lust auf einen Sprung ins kühle Nass?

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