Vorburg & Außenbereich

Wenn Sie die Schlosskapelle besucht haben, wird es nun Zeit, der Vorburg einen Besuch abzustatten. Sie war einst durch einen Graben vom Herrenhaus abgetrennt – doch der wurde später zugeschüttet und die zugehörige Zugbrücke durch eine große Freitreppe ersetzt.

In der dreiflügeligen Vorburg waren früher die Wirtschaftsgebäude und Personalwohnungen untergebracht, außerdem die Stallungen, die schlosseigene Schreinerei, Räucherkammer und Bäckerei sowie die Wagenremise. Mit der Restaurierung sind diese Zeiten vorbei – heute ist die Vorburg weniger Ort für die alltäglichen Dinge des Lebens. Stattdessen bietet sie unseren Gästen Raum für Erholung und Entspannung: Hier ist nämlich ein Teil unserer Hotelzimmer und Landhäuser untergebracht.

Und auch die Festräumlichkeiten des Schlosses befinden sich in der Vorburg: Der Eichenholz-Kuppelsaal und der 300 qm große Galeriesaal der alten Rentei. Weitere Räumlichkeiten befinden sich in den Torhäusern, die rechts und links von der mittelalterlichen Zufahrt stehen. Sie wurden 1720 errichtet: zwei quadratische Grundrisse mit verschieferten Dachpyramiden und mächtigen Schornsteinen.

Dazwischen erhebt sich vor Ihren Augen das Eingangstor, das von zwei imposanten Pfeilern flankiert wird. Auf jedem von ihnen hat eine lebensgroße Sandsteinfigur Platz, die zwischen 1715 und 1720 von dem seinerzeit bekanntesten westfälischen Bildhauer Johann Wilhelm Gröninger geschaffen wurden: Links sitzt die Göttin Athene mit einer Eule im Schoß, dem Synonym für Klugheit und Weisheit. Auf dem rechten Pfeiler blickt Ihnen Concordia entgegen, die Göttin der Eintracht und des Friedens. Ihr Symbol sind zwei sich verbindenden Hände. Schauen Sie einmal auf ihrem Schild nach – dort können Sie die Hände entdecken! Athene und Concordia – die Klugheit und die Eintracht – sind folgerichtig auch die Namensgeberinnen der Maisonette-Zimmer, die heute in den Torhäusern untergebracht sind.

Aber lassen Sie uns weitergehen. Wenn Sie nun der Zufahrt zum Schloss folgen, begegnen Sie bald einem anderen Schmuckstück, das zu Gartrop gehört: der alten Wassermühle. Sie ist innen wie außen noch vollkommen intakt – dabei stammt ihre Südwand mit den mächtigen Sandsteinquadern noch aus dem 15. Jahrhundert! Die kleine, unscheinbare Mühle hatte für Gartrop einst eine ganz besondere Bedeutung: Sie hat seine Bewohner mit Mehl und Strom versorgt und war so eine der Lebensadern des Schlosses.

Wie wäre es jetzt mit einem Spaziergang durch den Schlosspark, um unseren Rundgang ausklingen zu lassen?

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